damit Schwerhörigkeit nicht überhört und übersehen wird!!
Der Verein HörBar e.V. ist wieder dabei!
Es gab viel im Vorfeld zu organisieren, zu packen, zusammenzustellen, Material zu organisieren und und und. Was muss alles mit und wie präsentiert man das Mitgebrachte?? Die Lichtblitz-Anlage, einige Hörgeräte Dummies, CI Dummies und Taschen, Prospekte, Gehörschutz, Zeitschriften, das muss alles mit. Für die Prospekte und Zeitungen wurde ein Prospektständer organisiert und zusätzlich noch ein Stehtisch … das ist der Platz für Norman (unser Maskottchen) und dem Spendenschweinchen … und für die Flyer natürlich. Einen Tisch und Bank wird aus dem Fundus der Familie gestellt.
Es gab sogar Kekse, die aussehen wie ein Ohr, ein Ohr mit Hörgerät und wie der Vestibularapparat … alles passend zur HörBar.
Gedanklich hat man den Stand schon eingerichtet und auch so manche Aktion sich durch den Kopf gehenlassen. So zum Beispiel, wie kann für die Kinderrallye den Stand der HörBar interessant gestaltet?! Ergebnis war dann eine Frage: Wie werden Schwerhörige / Gehörlose in einer Gefahrensituation nachts wach?? Der Rauchwarnmelder quäkt und da die Hörsysteme in einer Schatulle sind, hört der Schwerhörige/Gehörlose nichts – also, was muss dann da sein?? Antwort: Eine Lichtblitz-Anlage mit allem Pipapo!! Blitzlampe, Türklingelsender, Telefonklingelsender, Lichtblitzwecker mit Vibrationskissen und Funkrauchwarnmelder!! Die Pänz konnten es ausprobieren, indem sie den Rauchwarnmelder aktivierten und schon plärrte der Wecker, blitzt die Lampe und rappelt das Vibrationskissen und das alles auf einem Holztisch.
Damit die Kinder nicht ohne einen bleibenden Eindruck den Stand verlassen müssen, haben wir kleine Tütchen mit den Keksen und Traubenzucker Lollies gepackt. Es gab nicht nur die Kinder, welche ihre Fragebögen ausgefüllt haben, es waren auch etliche Erwachsene, die Informationen bezüglich Schwerhörigkeit, Cochlea Implantat, Hörtest (den wir nicht anbieten können … das sollte Fachpersonal machen) Barrieren in der Gesellschaft und vieles mehr haben wollten.
Einige Leute fragten, warum die Hörgerätehersteller keine T‑Spule mehr einbauen.
Ein Fall für das Team „Wir machen uns hörbar!!“
Als das Nonplusultra wird die Bluetooth-Technik gesehen, aber die meisten Hörsystemträger sind gar nicht technikaffin, um das alles zu händeln und sicher zu bedienen! Warum das Rad neu erfinden, wenn es eine einfache und bedienerfreundliche Lösung gibt??
Zwischendurch hat die Schriftführerin und der erste Vorsitzende der HörBar e.V ein Interview auf der großen Veranstaltungsbühne und zack …. das Radio hat plötzlich auch Interesse mehr zum Thema Schwerhörigkeit zu erfahren.
So geht nun der erste Tag zu Ende und der Stand muss abgebaut werden — denn Sonntag ist der Tag zwei und da muss alles wieder schön präsentiert werden.
Der Sonntag war am Anfang etwas ruhig, aber ab ca. zwölf Uhr wurde es wuseliger und damit kamen auch die Fransen anne Schnüß – vom vielen Reden. Aber diese Fransen hat man sich gern geholt, wenn man hinterher die zufriedenen Gesichter gesehen hat und die vielen „Danke“ und „Schön, dass es euch gibt“ Worte … denn so macht Ehrenamt und freiwillige Aufklärung Spaß
Ja, Ehrenamt ist schon nicht einfach und das Thema Schwerhörigkeit stößt leider immer noch auf taube Ohren – bei den „Guthörenden“ – dann mal die Ärmel hochkrempeln und kräftig trommeln …. Wir sind hörbar!!
Samstag / Sonntag 07.09. / 08.09.2024
Stadt- und Kulturfest Bergisch Gladbach