Da isser … der Samstag.
Pünktlich am Raum, alles aus dem Auto ausgeladen und zum Raum geschleppt. Leitschilder, Roll-Up und Laptop plazieren. Tische am Eingang fertig machen und die Gäste können kommen. Halbe Stunde vorm Beginn, die ersten Gäste … aber unsere Technik – sprich FM-Anlage — fehlt noch!! Unser Technikmann fährt mit den Öffentlichen – mehr muss man wohl nicht sagen *augenroll* aber er kam und baute seinen Koffer auf und verteilte dann die Technik – Danke dafür. Und dann war es soweit.
Der Doc fängt souverän an … mit Schmackes und Herzblut. Im ersten Teil geht es um das Hören allgemein. Wie ist das Ohr aufgebaut, womit hören wir eigentlich, was kann alles kaputt gehen. Was passiert, wenn man sich seiner Hörstörung nicht stellt beziehungsweise, diese nicht behandeln läßt. All das und vieles weitere schafft der Doc interessant rüber zu bringen und so entsteht keine Langeweile
Zweiter Teil!!
Hier geht es um die technische Minderung der Hörstörung und um die Psyche!! Man sollte die Psyche eines Menschen nicht unterschätzen. Wer viel um die Ohren hat, viel Stress, mit sich und der Umgebung im Argen ist … das kann extrem aufs Gehör schlagen!! Was kann man dagegen tun?? Stresslevel reduzieren, fünfe gerade seinlassen, weniger Druck für sich selbst aufbauen und auch mal ein klares „NEIN“ formulieren, sagen und sich dranhalten. Jetzt nochmal hinhören … immer noch Probleme?? Dann weiter gucken.
Mit Tonaudiogramm, Wort und Zahlentests, kann man die Stärke der Hörschädigung subjektiv messen. Diese Messungen werden ausgewertet und man kann dann schon die Richtung bestimmen, wohin die Reise gehen wird – Hörgerät oder Cochlea Implantat. Wenn noch einigermaßen gut telefoniert werden kann, läuft es meistens auf ein Hörgerät hinaus und dieses wird dann beim Hörgeräteakustiker ausgesucht und angepasst. Hat man nun ein Hörverständnis von knapp sechzig Prozent bei fünfundsechzig Dezibel (ist die Lautstärke bei einem normalen Gespräch ohne Störgeräusche bei gut einem Meter Abstand) mit optimiertem Hörgerät, dann kann ein Cochlea Implantat schon in Frage kommen. Es wird erst versucht, doch noch mit Hörgeräten ein Optimum an Sprachverständlichkeit heraus zu holen. Erst wenn das nicht gelingt, der psychische Zustand des Hörgeschädigten stabil ist … erst dann rät der Doc zu einem CI.
Der Doc sagt, jeder muss die Situation selbst in die Hand nehmen!! Jeder ist sein eigener Kapitän auf seinem Segelboot durchs Leben!! Und da hat er verdammt recht!!
Wenn man sich nicht auf den Hosenboden setzt, sich mit seinem Hören und Verstehen auseinandersetzt, seine Hörübungen nicht macht, seine Situation nicht akzeptiert, zuviel von der Technik erwartet …. ja DER wird enttäuscht werden!!
Wer übt, sich der Situation stellt, einige Abstriche macht und sich unter die Menschen mischt, der wird von dem Wunder der Technik profitieren.
Samstag, 28.10.2023 – Erste Veranstaltung als HörBar e.V.
Referent: Dr. Morsnowski