Historie HörBar e.V.
Die HörBar ist seit dem 11.09.2023 ein eingetragener Verein. Vorher war die HörBar nur eine Selbsthilfegruppe, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, Hörgeschädigte, Ertaubte, Angehörige und auch Gehörlose zu unterstützen.
Warum eine Selbsthilfegruppe?
Ich – Ralph – hatte wohl seid Kindesbeinen an Probleme mit dem Gehör, aber es wurde nicht darauf geachtet und man kam schon irgendwie durch die Schulzeit. Dann kam die Wehrerfassung und die Einladung zur Musterung. Dabei wurde zum ersten Mal meine Schwerhörigkeit festgestellt. Das Leben lief seinen normalen Gang. Mal wunderte man sich, warum einiges nicht verstanden wurde, aber es geht ja noch alles. Es waren auch einige Hals-Nasen-Ohrenarzt Termine in den Jahren und es wurde immer eine Schwerhörigkeit festgestellt, es wurde immer auf eine Versorgung verzichtet – leider. Bei einem neuerlichen HNO-Arzt Besuch, wurde der Arzt mutig und hat mir zwei Hörgeräte verordnet und prompt hat sich mein Leben total verändert – ich war wieder mitten im Leben und habe plötzlich mitbekommen, wie man mich jahrelang wegen meiner Hörbehinderung klein und unwissend gehalten hat. Da sich mein Gehör im Laufe der Zeit weiter verschlechterte, musste sich weiter informiert werden und andere Möglichkeiten gesucht werden, die Hörminderung auszugleichen. Es gelang mir, aber es war nicht einfach. Das ist die Geburtsstunde des Gedankens: „Du musst etwas tun und anderen Betroffenen helfen, Informationen, Anlaufstellen, Fachärzte, Institutionen und und und zu bekommen. Das ist die Geburtsstunde der SHG HörBar.
Der Name kam etwas später, da nur SHG für Schwerhörige nicht toll klang und es etwas muffig klang. HörBar hört und liest sich schön und klingt gut. Durch die Schreibweise sind verschiedene Interpretationen möglich und die Gruppe hat ein Wiedererkennungsmerkmal. Kurze Zeit später kam noch ein Logo dazu, damit die Gruppe auch visuell einzigartig ist.
Mit der Zeit stellte sich heraus, dass es mit der einfachen Selbsthilfegruppe nicht richtig vorangeht. Es wird nicht genug Notiz von der Gruppe genommen und manchmal wurde die Gruppe auch nur belächelt. Ferner war es sehr schwer, Vorträge zu organisieren und diese dann zu finanzieren. So ist dann die Idee zur Gründung eines Vereins entstanden – der HörBar e.V.
Wie kam die HörBar zu ihrem Maskottchen?
Es war auf dem Stadt- und Kulturfest 2023 in Bergisch Gladbach. Die SHG HörBar (ja, da war der Verein noch in Gründung) hatte dort an zwei Tagen einen Stand und präsentierte sich und seine Arbeit. Am Sonntag war es mal wieder richtig sonnig und sehr warm und es gab viele nette und tolle Gespräche. Während eines Gesprächs, bemerkte ich eine Dame schräg hinter mir. Sie stand einfach nur da und wartete und hatte irgend etwas dabei. Das Gespräch wurde beendet und ich wand mich der Dame zu. Sie stellte sich als erste Vorsitzende von Trostteddy e.V. vor und hatte ein kleines, gestricktes Püppchen im Arm. Sie sollte mir das Püppchen auf Wunsch eines kleinen Mädchens überreichen, da ich ein CI trage, so wie das Püppchen und wie auch das kleine Mädchen. Da kullerten mir die Tränen.
Ich war so gerührt, ich musste die Dame einfach umarmen und herzen.
Ja, jetzt bin ich im Besitz eines kleinen, gestrickten Jungen, der einen roten Pullover, blaue Hose und weiße Schuhe trägt. In seiner braunen Kurzhaar Frisur ist auf der linken Seite ein blauer Prozessor. Ok, da ist er nun, der kleine Mann und wie heißt er nun? Meine Tochter sollte dem kleinen Jungen einen Namen zu geben. Sie sah sich das Püppchen an, überlegte kurz und sagte: „Du siehst aus wie jemand der Norman heißt!“ So soll es sein und so hat das Püppchen nun seinen Namen – Norman.
Einen Tag später, haben wir vom Amtsgericht die Nachricht erhalten, dass die SHG HörBar nun die HörBar e.V. ist und ab diesem Zeitpunkt ist Norman das Maskottchen der HörBar e.V. und ist auf jeden Treffen anwesend.
Wir sind geschockt,
Peter Dieler ist überraschend gestorben.
Peter war ein herzensguter Mensch, der sich für die Hörgeschädigten aufopferungsvoll eingesetzt hat. Er hat bei unserem Workshop im März 2025 innerhalb kürzester Zeit alle Anwesenden mitgenommen und Ihnen den Spiegel vorgehalten. Er hat Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Hörgeschädigte selber und auch die Angehörigen mit der Hörbehinderung besser klarkommen.
Wir vermissen Dich!